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Published 15. Mai 2021

Sind wir als Menschen in der Energiewirtschaft auf dem richtigen Weg in die Zukunft? Haben wir die Zeichen der Zeit richtig erkannt? Fokussieren wir uns auf die richtigen Themen? Sind wir mutig genug, etwas vom Alten aufs Spiel zu setzen für das Neue? Ist es fair, all das zu erwarten?

Diese Fragen schwirrten mir mal wieder durch den Kopf, als ich mit Christian und Sebastian in diese Podcastfolge eingestiegen bin. Der eine ist unterwegs als Leiter Innovations- und Changemanagement bei der Energieversorgung Mittelrhein GmbH, der andere war jahrelang Director Corporate Innovation bei der ehemaligen innogy. Genug Kompetenz also am Tisch möchte man meinen und in der Tat haben sie beide viel zu berichten zum der Stand der Innovation in der deutschen Energiewirtschaft.

Der Ausdruck „move the needle“ kommt aus derselben sprachlichen Ecke wie „put a dent in the universe“ und beide legen die Innovations-Latte hoch, vielleicht zu hoch, wenn es um den Übergang von der alten in die neue Energiewelt geht. Denn dahinter steht die Idee, wirklich etwas fundamental zu verändern in der Art und Weise wie wir Energie erzeugen und verbrauchen.

Aber – let´s face it – wer will das fundamental Neue denn wirklich in einer Branche, die sich über die Jahrzehnte in einer Art systemrelevanten Saturiertheit eingerichtet hat? Wir sprechen hier nicht über inkrementelle Verbesserungen und Innovationen im Commodity-Kerngeschäft. Dieser Wille, es 10 % besser und fluffiger zu machen ist überall erkennbar. Wir sprechen darüber, sich unter den neuen Bedingungen einer digitalen, dezentralen und dekarbonisierten Energiewelt weitestgehend neu zu erfinden.

Christian sieht es alternativlos und Sebastian mahnt Fairness an. Das Gros der Energieversorgungsunternehmen ergo Stadtwerke hätten nun einmal nur die Chance, sich maximal regional zu entwickeln und aus einem Betriebsschlosser wird im letzten Viertel des Berufslebens auch eher kein disruptiver Geschäftsmodelltüftler mehr. Und ich? Ja, für mich hört sich das alles sehr vernünftig und geerdet an von den beiden. Fast schon ein bisschen zu vernünftig für die zu bezwingenden Biester Innovation & Transformation.

Hört mal rein in diese ménage à trois. Ist ganz flauschig geworden 😉 Viel Spaß!

Ein Kommentar

  1. Es ist alternativlos, leider dauert es in DE immer etwas länger:-)!
    Es bleibt aus Sicht des Bürger/Kunde die Erkenntnis – gerade jetzt ist es besonders wichtig, die Anliegen der Betroffen/Beteiligten zu hören und sie bei der Entscheidungsfindung aktiv einzubinden. Es wird immer normaler und damit auch zwingender durch die Themen Demokratiebeteiligung, Smartcity-Wirtschaft die Bürger bzw. den Kunden die Zukunft ihrer Region/Stadt mitgestalten zu lassen. Dazu gehören auch das Sie die Zukunft der Energieerzeugung in ihrer Region beeinflussen wollen z.B. indem Sie Beteiligungen an erneuerbaren Energieerzeugung diese Art der Energieerzeugung fördern können als auch den Bürger/Kunde in die Entscheidungsprozesse zeitnah einzubinden.

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