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Published 7. März 2021

Ich habe mich schon lange auf dieses Gespräch mit Marco gefreut. Als Gründer von powercloud treibt er die alte und neue Energiebranche zur Zeit wie kein anderer.

Zusammen mit seinem Team von inzwischen über 140 Mitarbeitern setzt er den Hebel an zwei echten Schmerzpunkten der deutschen Energiewirtschaft an: der Abrechnung und der Marktkommunikation. Das war nicht von Anfang an der Plan. “Du stehst ja nicht morgens auf und willst Abrechnung bauen.”, sagt Marco. Nein, eigentlich war es seit Schülertagen immer sein Ding, an Websites, Kunden-Frontends und hippen E-Commerce-Prozessen zu arbeiten. Aber irgendwann sagten ihm seine ersten Kunden in der Energiewirtschaft, dass sie den heißen E-Commerce-Shice nicht abwickeln, nicht abrechnen können. Angetrieben von seiner tiefen Abneigung gegenüber Ineffizienzen (“Damit habe ich echt ein Thema.”) wechselte Marco so auf „die dunkle Seite der Macht“ und räumt seitdem die extrem regulatorisch getriebene Abrechnung und Marktkommunikation insbesondere der deutschen Energiewirtschaft auf.

Im Gespräch mit Marco versuche ich herauszufinden, wie es sich wohl anfühlen mag, mit seiner Mannschaft eine ganze, sehr etablierte Branche auf das technologisch nächste Level zu heben. Wie man jeden morgen aufsteht mit dem Wissen, aktuell die pace im Markt zu machen? Wenn man auf die Pläne des neu entstehenden IT-Campus Achern schaut? Was es mit einem macht, wenn man nicht weniger als das neue Rückrat einer neuen, nachhaltigen Energieindustrie bauen will? Wenn gleichzeitig die Niederlassungen in USA und Australien über die Zeitzonen hinweg um Aufmerksamkeit buhlen? Wie man mit dem Druck umgeht, das frisch eingesammelte Investorengeld auf die richtigen Menschen und Technologien zu setzen?

Ich kann fühlen, dass sie sich bei powercloud eine große Sache vorgenommen haben, man spürt die Anspannung und die Konzentration. Ein bisschen so wie damals in den Gesichtern der Apollo11-Bodencrew im Houston-Kontrollzentrum. Hier und da gibt es einen Lacher, aber dann auch zügig weiter im Takt, zur nächsten Aufgabe, die am besten schnell zu Ende gebracht werden will.

Nachdem ich Marco eine halbe Stunde lang zuhört hatte, merke ich wie anziehend solche ambitionierte Unternehmungen sein können und ich finde so etwas kann die Energiewirtschaft sehr gut gebrauchen. Ich bin gespannt, ob ihr das auch so seht, nachdem ihr diese neue Folge des Utility4.0-Podcasts gehört habt. Lasst gerne ein paar Kommentare hier.

Viel Freude beim Hören!

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