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Published 20. Oktober 2020

TransnetBW ist eines der Mutterschiffe der Energiewende. Der Übertragungsnetzbetreiber, der in den letzten 10 Jahren von 100 auf 800 Mitarbeiter gewachsen ist, steht im Mittelpunkt eines wahnwitzigen Moonshot-Projektes bislang unbekannten Ausmaßes: dem Komplett-Umbau des Energiesystems in eine dekarbonisierte, dezentrale und digitale 50-Hertz-Energieplattform mit allerhöchsten Anforderungen an Stabilität, Robustheit und Flexibilität. So!

Rainer und Tobias treiben bei TransnetBW diesen Umbau voran. Sie müssen und wollen diese Transformation möglich machen, um mit Bits und Bytes mehr aus dem Kupfer in den Leitungen rauszuholen und so wie sie es sagen “mehr Smartness in die Grids zu bekommen”. Dabei geht es nicht wie früher in erster Linie um die eigenen Grids der 4 Übertragungsnetzbetreiber, sondern auch um das Zusammenspiel mit fast 1000 Verteilnetzbetreibern, an deren „unterlagerten“ Netzen zukünftig all die dezentralen Gadgets wie Elektroautos, Solaranlagen oder Speicherbatterien hängen werden.

Damit dieses vielschichtige Energie-Orchester in jeder Sekunde den für unser hochtechnisierte Land so essentiellen 50-Hertz-Ton trifft, müssen über die Jahre ca. 80 Mrd. EUR zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort der Netzinfrastruktur investiert werden: Kupfer-Leitungen vom Meer bis in die Berge und unter bis zu 50.000 Grundstücken hindurch, digitale Glasfaser-Netze in die Umspannwerke und Verteilnetzstationen, IT-Strukturen für die Echtzeit-Verarbeitung von Massendaten. Alles für sich genommen schon keine unterkomplexen Aufgaben, zumal als ein eng reguliertes Unternehmen. Aber die beiden Vollblut-Netzer müssen nicht nur in technologischen Dimensionen denken und handeln, sondern auch mit viel Gespür das Entstehen einer neue Kultur zwischen Kupfer & Bytes möglich machen. 

Und sie tun es wirklich. Mehr darüber in dieser Podcast-Folge von Utility4.0.

Viel Freude beim Hören!

Podcast gehört? Lust auf mehr? Im Buch „Realisierung Utility 4,0 – Band 1“ hat Sascha den folgenden Beitrag veröffentlicht:

Realisierung Utility 4.0 Band 1 Kapitel 40

Zusammenfassung

Als Übertragungsnetzbetreiber in Baden-Württemberg und einer der wesentlichen Akteure bei der Ausgestaltung und Umsetzung der Energiewende treibt TransnetBW den Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland voran. In diesem Umfeld einer zunehmenden Kleinteiligkeit der Erzeugungsanlagen kommt der Digitalisierung große Bedeutung zu. Denn sie gewährleistet die Systemstabilität und stärkt so die Versorgungssicherheit. Umgekehrt treibt die Notwendigkeit, auch als Übertragungsnetzbetreiber auf dezentrale Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen zugreifen zu können, gleichzeitig diese Digitalisierung.

Die Digitalisierung verändert die Geschäftsmodelle der Unternehmen und bringt neue Herausforderungen, aber auch große Chancen mit sich. Unternehmen, die erfolgreich bleiben wollen, müssen sich in ihren Geschäftsmodellen viel kurzzyklischer weiterentwickeln. Dazu braucht es auch neue Kompetenzen und neue fachliche Disziplinen. Diese zu identifizieren, sie am Arbeitsmarkt in einem konkurrierenden Wettbewerb zu rekrutieren und an sich zu binden, wird zukünftig ein wesentlicher Erfolgsfaktor sein.

In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie TransnetBW diese Transformation angeht. Einzelne Praxisbeispiele stellen erste erfolgreiche Transformationsansätze dar.

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